In idealer Lage, nämlich in unmittelbarer Nähe des Creeks, dem langen und breiten Wasserkanal, der Dubai vertikal durchschneidet und ihm noch mehr Faszination zuteilwerden lässt (wie das Wasser es oft schafft), so bietet das Viertel von Bastakiya ein Ensemble an faszinierenden Anziehungspunkten. Sein Charakter als historisches Zentrum sticht sofort ins Auge: tatsächlich befindet sich hier das älteste Gebäude der Stadt, das Al Fahidi Fort, gebaut zwischen 1787 und 1799 (entsprechend der Archäologen) zu Verteidigungszwecken – Dubai war nämlich Opfer der Invasionen sowohl vom Land als auch vom Meer her. Al Fahidi wurde 1971 vom Emirat von Dubai selbst renoviert, das es als Sitz für das Museum von Dubai ausgewählt hatte, um das Leben der Bevölkerung in der Vergangenheit vor der ersten Entdeckung des Erdöls zu zeigen. Weitere Renovierungs- und Vergrößerungsarbeiten mit zusätzlichen neuen Galerien wurden 1995 durchgeführt.
Das Dubai Museum kann besichtigt werden von Samstag bis Donnerstag zwischen 08.30h und 20.30h, während es am Freitag von 14.30h bis 20.30h geöffnet ist. Während des Ramadan dagegen öffnet es seine Pforten von Samstag bis Donnerstag zwischen 09.00h und 17.00h sowie am Freitag von 14.00h bis 17.00h. Trotz der herrlichen Kulisse des Al Fahidi Forts und seinen kostbaren Fundstücken im Innern hat das Museum von Dubai einen beinahe symbolischen Eintritt, nämlich AED 3 (ca. € 0,70) für Erwachsene und AED 1 (ca. € 0,22) für Kinder. Abgesehen davon, dass es ein Muss darstellt für alle, die Dubai besuchen, so ist das Museum natürlich eines der bevorzugten Ziele der Studenten, die besonders angezogen sind von der interaktiven Zone, reich an Modellen und Vorstellungen in Naturgröße des Lebens seinerzeit in Dubai.
In seinem Innern sind zahlreiche Sammlungen von geschichtlichen Funden, die in den letzten Jahren ans Tageslicht gekommen sind und bis zum 3. Jahrtausend v.Chr. zurück reichen: eine Reise in der Geschichte und Kultur der Emirate, realisiert durch Gegenstände, Bilder und Darstellungen der traditionellen arabischen Wohnungen, der Moscheen, der Souks, des Creeks, des Lebens in der Wüste und in den Oasen, im und auf dem Meer und schließlich in den Lagern der Beduinen, dem Nomadenvolk der Arabischen Halbinsel.
Gleich nach dem Eingang, charakterisiert durch eine massive Tür aus Holz und Eisen, an deren Seiten zwei große Kanonen herausragen, befindet sich eine kostbare Sammlung antiker Karten des Golfs und der Emirate selbst neben den vom Himmel aus aufgenommenen Fotos, die die überraschende Expansion von Dubai zwischen 1960 und 1980 zeigen, als es sich vom Dorf mit Perlenfischern und kleinen Kunsthandwerkern inmitten der Wüste schrittweise in die heutige Metropole verwandelt hat. Raffinierte Sammlungen von Handarbeiten in Bronze, Alabaster und Keramik, Stiletts, anderen Waffen und musikalischen Instrumenten, die aus bis zu 4000 Jahre alten Grabstätten ans Licht gebracht wurden, schenken den Museumssälen, von denen einige sich in der unteren Etage befinden, noch weitere Anziehungspunkte. Hier kann man eine atemberaubende Ausstellung bewundern, die der Perlenzucht und damit der Unterwasserwelt gewidmet ist, besonders suggestiv, da sie einerseits die lange Tradition unterstreicht, die mit diesen kostbaren Steinen und der Goldschmiedekunst verbunden ist, und andererseits unterstreicht sie die herrliche Unterwasserwelt des Arabischen Golfes. Im Innenhof des Forts Al Fahidi gibt es verschiedene geschichtliche Boote, eine Behausung mit der Form eines Palmblattes und einen charakteristischen Windturm.
Rund um das Dubai Museum unterscheidet sich der Platz, auf dem es sich befindet, durch das große Schiff aus Mahagoniholz in seiner Mitte, das auf einem breiten Podest neben dem Museum ruht. Segelschiffe mitten auf einem Platz, das ist eine typische Tradition in Dubai: sie sind tatsächlich auch in anderen Gegenden zu finden, oft inmitten großer und spektakulärer Brunnen! Weiters liegt am Platz eine der größten Moscheen von Dubai mit einer weitläufigen externen Fläche mit Bogengang und seinem imposanten Minarett. Auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes befindet sich dagegen das Arabian Courtyard Hotel & Spa, ein bezauberndes, beeindruckendes Resort in der typisch klassischen arabischen Architektur, perfekt mit dem Ambiente harmonisierend.
Das Viertel von Bastakiya wird auch von breiten Baumalleen charakterisiert, die der Gegend eine kostbare Kühle schenken, verstärkt von der Nähe des Creeks und daher von der Meeresbrise, die dort bläst. Im ältesten Bezirk der Stadt gibt es keine großen Einkaufszentren aber unzählige Geschäfte, Läden und typische Kioske, wo man sich verliert zwischen den Gewürzen, Hülsenfrüchten und dem vielfarbigen Trockenobst in den charakteristischen Körben einer neben dem anderen; andernfalls versuchen Sie es in einem Goldschmiedeladen oder kosten Sie auch ein Shawarma, das köstliche und weiche arabische Brot mit Fleisch, Gemüse und Soßen oder widmen Sie sich der Shisha, der Wasserpfeife, die man absolut entspannt rauchen soll oder wählen Sie zwischen einem der vielen indischen, pakistanischen, iranischen, syrischen, irakischen oder libanesischen Restaurants aus, um sich von den zahlreichen Spezialitäten verführen zu lassen vor einem letzten „verdauenden“ Spaziergang.







